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Hintergrund

Risikoeigentümer

Für jedes Risiko sollte ein "Eigentümer" benannt werden. Das sollte die Person sein, die das Risiko am besten beobachten kann. Normalerweise wird der Projektmanager einen Eigentümer vorschlagen, über den dann der Lenkungsausschuss entscheidet.

Auch Lenkungsausschussmitglieder können als Risikoeigentümer benannt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich um Risiken außerhalb des Projekts handelt. Die Eigentümerschaft für das Risikomanagementverfahren insgesamt und für seine verschiedenen Bestandteile sollte unbedingt von Beginn an zugewiesen werden. Wenn die Eigentümer der verschiedenen Risiken benannt werden, ist es wichtig festzulegen, wer für folgende Aspekte verantwortlich ist:

  • das Risikomanagement insgesamt,
  • die Festlegung der Risikomanagementstrategie und der Risikobereitschaft des Projektteams,
  • die verschiedenen Elemente des Risikomanagementverfahrens, von der Identifizierung einer Bedrohung über die Entwicklung von Gegenmaßnahmen bis hin zur Erstellung von Berichten,
  • die Implementierung der Risikobehandlungsmaßnahmen,
  • die Abhängigkeiten zwischen Risiken, die organisatorische Grenzen überschreiten, unabhängig davon, ob sie mit Geschäftsprozessen, IT-Systemen oder anderen Projekten in Verbindung stehen.

Die Gesamtverantwortung für das Risikoregister hat in der Regel der Auftraggeber. Es ist jedoch Aufgabe des Auftraggebers sicherzustellen, dass eindeutig definiert, dokumentiert und vereinbart ist, wer die für die verschiedenen Teilbereiche des Risikomanagements verantwortlichen Personen sind, damit diese sich ihrer Rollen, ihrer Verantwortlichkeiten und ihrer letztendlichen Zuständigkeit für das Management von Risiken bewusst sind.

Üblicherweise ist jeder Risikoeigentümer für die Überwachung des ihm zugewiesenen Risikos verantwortlich. Ist der Eigentümer ein Mitglied des Lenkungsausschusses, kann er die eigentliche Überwachungsaufgabe delegieren, bleibt aber der verantwortliche Eigentümer. So hat der Auftraggeber beispielsweise die letztendliche Verantwortung für die Überwachung von Risiken oder Chancen, die den Business Case gefährden bzw. fördern. Dies gilt insbesondere für externe Einflüsse wie beispielsweise Änderungen der Unternehmenspolitik.

Aufgabe des Projektmanagers ist es, ein wachsames Auge auf alle Risiken zu haben und zu prüfen, ob die definierten Maßnahmen, unter anderem auch die Überwachung, durchgeführt werden und den gewünschten Effekt erzielen. Risiken, deren Eigentümerschaft auf Teamebene angesiedelt ist, sollten in den Teamstatusberichten behandelt werden.

Der Projektmanager informiert im Projektstatusbericht über größere Risiken. Darüber hinaus enthält der Phasenabschlussbericht eine zusammenfassende Übersicht über den Risikostatus. Wenn ein Risiko oder eine Chance tatsächlich eintritt, greift der Projektmanager entweder auf einen Eventualplan oder auf das Änderungssteuerungsverfahren zurück.

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