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Hintergrund

Die Identifizierung geeigneter Risikobehandlungsmaßnahmen

Die Maßnahmen lassen sich grundsätzlich in fünf Kategorien unterteilen:

  1. Risikovermeidung
    Das Risiko kann beseitigt werden, indem man Vorgänge bzw. Abläufe verändert, wo dies möglich ist. Gegenmaßnahmen werden ergriffen, die das Auftreten einer Bedrohung oder eines Problems bzw. jegliche Auswirkungen auf das Projekt oder Unternehmen verhindern.
  2. Risikoreduktion
    Es werden Schritte eingeleitet, um das Risiko zu steuern, das heißt, entweder die Eintrittswahrscheinlichkeit zu reduzieren oder die Auswirkungen auf ein akzeptables Niveau zu begrenzen.
  3. Risikoübertragung
    Dies ist eine besondere Art der Risikoreduktion, bei der das Risikomanagement an einen Dritten übertragen wird, beispielsweise durch eine Versicherungspolice oder Strafklausel, sodass die Auswirkungen eines Risikos keine Bedrohung mehr für den Erfolg des Projektes darstellen. Nicht alle Risiken können auf diese Weise übertragen werden.
  4. Risikoakzeptanz
    Risiken werden manchmal toleriert, entweder weil die Kosten einer Risikominderung den Nutzen übersteigen oder weil die Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Auswirkungen sich auf einem akzeptablen Niveau befinden.
  5. Eventualplan
    Dies sind geplante und organisierte Maßnahmen, die bei einem Risikoeintritt ausgeführt werden sollen.

Jegliche Risiken können entsprechende Maßnahmen in einer oder allen der oben genannten Kategorien erfordern.

Es kann vorkommen, dass keine kosteneffektiven Maßnahmen verfügbar sind, um ein Risiko zu steuern. In diesem Fall muss das Risiko akzeptiert oder die Rechtfertigung des Projektes erneut aufgegriffen werden (um nachzuprüfen, ob das Projekt zu risikoreich ist). Dies könnte zu einem Abbruch des Projekts führen.

Die Ergebnisse der Risikobeurteilung werden im Risikoregister eingetragen.

Wenn das Projekt Teil eines Programms ist, müssen Projektrisiken bezüglich ihrer Auswirkungen auf das Programm untersucht werden und umgekehrt.

Wenn eine Wechselwirkung besteht, muss das Risiko in beide Risikoregister eingetragen werden.

Risikotoleranz

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