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Hintergrund

Abwägen des Risikos

Bei der Auswahl von Maßnahmen zur Risikobehandlung werden verschiedene Alternativen für die Behandlung von Risiken identifiziert und bewertet sowie Risikomanagementpläne aufgestellt und umgesetzt. Wichtig ist sicherzustellen, dass der Aufwand für die Risikobehandlung in einem angemessenen Verhältnis zu dem jeweiligen Risiko steht. Da jede Maßnahme zur Risikobehandlung Kosten verursacht, muss sie einen angemessenen Nutzen im Vergleich zu dem Risiko bieten, das vermieden werden soll.

Bei der Auswahl von Risikobehandlungen sind verschiedene Dinge in ein ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Zunächst einmal müssen die Kosten für jede mögliche Maßnahme gegen die Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos und seine Auswirkungen abgewogen werden. Wenn beispielsweise ein Wohltätigkeitsfest veranstaltet wird, lohnt es sich dann, eine 3.000 € teuere Versicherung abzuschließen, die eine Leistung von 6.000 € garantiert, wenn das Fest verregnet? Oder geht man das Risiko ein, weil das Fest im Sommer stattfindet, und spart den Versicherungsbeitrag? In der Praxis ist aber die Auswahl einer Risikobehandlung üblicherweise wesentlich komplexer. Es gibt zahlreiche Elemente, die zu berücksichtigen sind.

 

Auswahl von Maßnahmen zur Risikobehandlung

Es kann mehrere denkbare Maßnahmen zur Risikobehandlung geben, jede mit unterschiedlichen Effekten. Man kann sich für eine dieser Alternativen oder auch für eine Kombination aus zwei oder mehr Alternativen entscheiden. Dann ist zu überlegen, (a) welche Auswirkungen beim Eintreten des Risikos zu erwarten sind und (b) welche Auswirkungen mögliche Risikobehandlungen haben können auf:

  • die Team-, Phasen- und Projektpläne,
  • das Unternehmen und/oder das Programm,
  • den Business Case,
  • sonstige Teilbereiche des Projekts.

Die Entscheidungen dazu müssen unter Berücksichtigung der Risikotoleranzen getroffen werden.

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