Leitfaden für Risikomanagement Risk Guide RSS Feed
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Hintergrund

Der Risikomanagementprozess

Risikomanagement sollte an verschiedenen Stellen eines Projekts ausgeführt werden.

Projektbeschreibung erstellen

Das Risikoregister muss bis zu diesem Zeitpunkt erstellt worden sein. Möglicherweise weist das Projektmandat auf eine Reihe von Risiken für das potenzielle Projekt hin. Es könnte sich um Risiken wie aggressive Wettbewerbsmaßnahmen der Konkurrenz, bevorstehende oder noch offene Gesetzesänderungen, Veränderungen der Firmenpolitik, neue Personalplanung oder Cashflow-Probleme handeln. Das Erstellen der Projektbeschreibung sollte eine frühzeitige Analyse solcher Risiken ermöglichen. Die Erstellung des Projektlösungsansatzes zeigt vielleicht weitere Risiken auf.

Projektinitiierung freigeben

Dies ist der erste offizielle Meilenstein, bei dem der Lenkungsausschuss das Risikoregister prüft und damit einen Teil der Entscheidung über die Frage trifft, ob das Initiieren eines Projekts gerechtfertigt ist. Der Projektmanager sollte idealerweise inoffiziell mit den Mitgliedern des Lenkungsausschusses jegliches bekannte Risiko, das die Rechtfertigung des Projekts zu bedrohen scheint, besprochen haben.

Business Case verfeinern

Als Teil der Vorbereitung der Projektleitdokumentation prüft der Projektmanager erneut die Risiken. Zu diesem Zeitpunkt wird der Projektplan erstellt, was zur Identifizierung einer Vielzahl von Risiken führen kann, wie bestimmten Annahmen im Plan oder Ungewissheit über die Performance der Ressourcen und die Leistungsfähigkeit der Lieferanten. Durch das Hinzufügen von Details zur Projektbeschreibung können neue Risiken auftauchen. Gleichzeitig werden alle bestehenden Risiken auf neue Informationen oder Veränderungen der äußeren Umstände geprüft..

Projekt freigeben

Jetzt hat der Lenkungsausschuss ein aktualisiertes Risikoregister, das bei der Entscheidung über die Fortführung des Projekts berücksichtigt werden kann. Beim Verfeinern des Business Case wurden eventuell mehrere Risiken identifiziert. Oft sind die Eigentümer dieser Risiken Mitglieder des Lenkungsausschusses und sollten die Rolle als Risikoeigentümer sowie die von ihnen geforderten Maßnahmen bestätigen.

Risikoregister aktualisieren

Als Teil der Vorbereitung auf eine neue Phase aktualisiert der Projektmanager das Risikoregister mit allen Änderungen vorhandener Risiken.

Phasen- oder Ausnahmeplan freigeben

Bei der Entscheidung, ob das Projekt sich weiterhin lohnt, hat der Lenkungsausschuss vor der Freigabe eines Planes die Möglichkeit, die gegenwärtige Risikosituation zu prüfen.

Arbeitspaket freigeben

Eine Verhandlung mit dem Teammanager oder einem Mitglied des Teams kann neue Risiken identifizieren oder alte ändern. Der Projektmanager muss eventuell aufgrund dessen wieder zurückgehen und einen Teil des ursprünglichen Arbeitspaketes oder den Phasenplan ändern. Dies könnte beispielsweise gegeben sein, wenn der Bearbeiter beschließt, eine neue Technologie zu benutzen, oder er besondere/seltene Ressourcen finden muss.

Arbeitspaket annehmen

Dies ist der Zeitpunkt, wenn der Teammanager einen Teamplan erstellt, um sicherzugehen, dass die Produkte aus dem Arbeitspaket innerhalb der Einschränkungen des vereinbarten Arbeitspaketes geliefert werden können. Wie jeder andere Plan kann der Teamplan neue Risiken beinhalten oder bereits vorhandene Risiken modifizieren.

Offene Punkte eines Projektes untersuchen

Die Bewertung eines neuen offenen Punktes innerhalb eines Projektes kann eine Risikosituation hervorrufen. Eine vorgeschlagene Änderung kann zum Beispiel dazu führen, dass eine Phase oder ein Projekt über die festgelegten Risikotoleranzgrenzen hinausgeht.

Phasenstatus prüfen

Dies bringt den Phasenplan mit den neusten konkreten Zahlen, den Projektplan, den Business Case, offene Punkte des Projektes, den Toleranzstatus und das Risikoregister zusammen. Der Projektmanager schaut (in Zusammenarbeit mit der Projektsicherung) sowohl nach Änderungen der Risikosituation als auch nach sonstigen Warnzeichen.

Ad-hoc-Anweisungen geben

Der Projektmanager verfasst einen Ausnahmebericht, um den Lenkungsausschuss über Ausnahmesituationen zu unterrichten. Der Lenkungsausschuss kann mit einer Empfehlung oder Entscheidung reagieren, zum Beispiel das Projekt zu einem vorzeitigen Abschluss zu bringen, einen Ausnahmeplan anzufordern oder das Problem zu beseitigen. Außerdem kann der Lenkungsausschuss Ad-hoc-Anweisungen aufgrund von Informationen des Unternehmens- oder Programmmanagements oder einer anderen externen Quelle geben.

Über Projektstatus berichten

Als Teil dieser Aufgabe kann der Projektmanager Risikoangelegenheiten gegenüber dem Lenkungsausschuss ansprechen. Beispiele hierfür wären, den Lenkungsausschuss über nicht länger relevante Risiken zu unterrichten, vor neuen Risiken zu warnen und an Risiken zu erinnern, die die Mitglieder des Lenkungsausschusses im Auge behalten sollen.

Offene Punkte und Risiken eskalieren

Offene Punkte und Risikoänderungen können den Projektmanager dazu veranlassen, einen Ausnahmebericht für den Lenkungsausschuss zu erstellen.

Folgeaktionen identifizieren

Bis Ende des Projekts sind vielleicht Risiken identifiziert worden, die sich während der Lebensdauer des Produktes auswirken. Diese sollten in die Empfehlungen für Folgeaktionen übernommen werden, um diejenigen zu informieren, die das Produkt nach Abschluss des Projekts betreuen.

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